Nicht nur sprichwörtlich brachte Torsten Bodensiek frischen Wind nach Schwanewede. Knapp 25 Feuerwehrleute aus Schwanewede und umzu beschäftigten sich einen Samstag lang mit einem viel zu wenig beachtetem Einsatzmittel: dem Lüfter.

Mit seiner provokanten Art räumte Torsten zunächst einmal mit vielen althergebrachten Feuerwehrweisheiten auf. Er machte deutlich: während den Feuerwehren eine enorme Auswahl an Geräten zur Flammenbekämpfung zur Verfügung steht, gibt es nur eines gegen Rauch: den Lüfter nämlich. Doch damit er nicht weiterhin nur zum Belüften nach Abschluss der Löschmaßnahmen vom Fahrzeug kommt, muss sich jede Feuerwehr mit ihrem Gerät vertraut machen: Welche Art von Luftkegel erzeugt der Lüfter? Wo ist er zu positionieren? Wie funktioniert die Verschiebung des Luftvolumens im Inneren des Gebäudes? Was ist bei der Abluftöffnung zu beachten?
Nach dem Mittagessen wurde es dann praktisch: Mit einer Nebelmaschine wurde ein Gebäude verraucht. Jetzt wurde es deutlich: in vielen Einsatzsituationen ließe sich der Lüfter nutzen, um dem ersten vorgehenden Trupp wichtige Minuten zu verschaffen: Statt sich mühsam durch den Rauch vorzuarbeiten, wird die Rauchgrenze durch den Luftstrom verschoben. Gerade bei Menschenrettung unbezahlbar. Ein weiterer Pluspunkt: Das Luftgemisch im Gebäude verbessert sich nach Einschalten des Lüfters schnell – das schafft für Vermisste eine immense Erleichterung, während die Helfer sich zu ihnen vorarbeiten. Verschiedene Einsatzmöglichkeiten, Effekte von Störfaktoren und verschiedenen Abluftöffnungen führten zu deutlichen Aha-Erlebnissen auf Seiten der Brandbekämpfer.

 

   
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