Kleine Rückschau auf 100 Jahre Feuerwehrgeschichte

Zusammengestellt aus den vorhandenen Protokollen

 

Bevor es eine Freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen gab, wurden die Brände in nachbarschaftlicher Hilfe mittels Eimern gelöscht. Es war schon etwas Besonderes, als die Gemeinde Neuenkirchen im Jahre 1870 eine Feuerwehrspritze anschaffte. Diese Handdruckspritze musste von 16 Männern bedienst werden. Die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen erfolgte aber erst im Jahre 1902. Damals trafen sich Neuenkirchener Bürger im Bohlschen Gasthaus, dem heutigen [einstigen] Neuenkirchener Landhaus, zur Gründungsversammlung. Das Protokoll dieser Versammlung am 11. Oktober 1902 lautet wie folgt:

 

Geschehen Neuenkirchen, den 11. Oktober 1902 im Bohlschen Gasthaus.

Nachdem die Versammlung vom Hauptmann um 8½ Uhr mit 18 Personen eröffnet wurde, wurde zunächst die Wahl des Vorstands vorgenommen. Es wurde Hinrich Freitag als Schriftführer, Heinrich Bellmann als Kassenführer, Heinrich Riemann als Obersteiger, Johann Müller, Diedrich Meyer, Johann Engelke, Wilhelm Kröger, Diedrich Schäfer, Diedrich Segelken, Johann Arfmann und Arnt Schlüter als Steiger, Johann Teperwien und Hinrich Wenke als Rohrführer, Johann Thielbart, Jürgen Arfmann als Hornisten und Hinrich Volkens als Spritzenmeister gewählt. Der Spritzenmeister steht im Range der Rottenführer. Christoph Niemeyer wurde beauftragt, zur nächsten Versammlung die Statuten der Farger Wehr zu besorgen. Die nächste Versammlung findet am Freitag, den 17. Oktober 8 Uhr im Freytagschen Gasthaus statt. Tagesordnung: Beratung der Statuten.

Schluss der Versammlung um 9½ Uhr. G. Holler

 

Die Unterzeichner des ersten Protokolls sind damit als Gründer der Wehr für die Nachwelt festgehalten. Bei der nächsten Versammlung wurde die erste Übung auf Sonntag, den 26. Oktober 2 Uhr, angesetzt. Nach der ersten Übung wurde vom Hauptmann eine Versammlung einberufen, bei der jedes Mitglied durch eigenhändige Unterschrift seinen Beitritt besiegeln musste.

An Hand der Protokolle wissen wir, dass die Wehr am 1. November 1902 den ersten Einsatz hatte. Es brannten das Gehöft von Johann Illijes und der Kirchturm. Diesen ersten Einsatz bestand die junge Wehr mit Bravour. In den folgenden Jahren entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit mit den Wehren Farge, Aschwarden, Hinnebeck und Rönnebeck.

Am 12. November 1905 feierte die junge Wehr den ersten Feuerwehrball mit einer Theateraufführung in Neuenkirchen. Es spielte eine Drei-Mann-Kapelle. Sie kostete nur 30 Mark.

Im Jahre 1905 erhielt die Wehr 50 Joppen, Helme und Koppel. Es herrschten strenge Sitten. Wer nicht zur Versammlung oder zum Dienst erschien, musste sich schriftlich entschuldigen oder ein Strafgeld von 0,50 Mark bezahlen. Wie wichtig eine Freiwillige Feuerwehr war, zeigten die folgenden Jahre. Immer wieder rückte sie zur Brandbekämpfung aus. Am 3. September 1909 brannten die Gehöfte Freytag und Gloistein. Dank des Einsatzes der Wehr, blieb es nur bei Sachschäden. Im Jahre 1909 wurde der erste Kassenbericht erstellt. Der Kassenbestand betrug damals 41,50 Mark. Aus den Kriegsjahren 1914 bis 1918 liegen leider keine Protokolle vor.

Das erste Protokoll nach dem ersten Weltkrieg datiert vom 15. Januar 1919, die Versammlung wurde von 47 Mitgliedern besucht. Dabei gedachte man der gefallenen Kameraden. Hans Uslar wurde wieder zum Brandmeister gewählt. Auf der nächsten Versammlung legten die Feuerwehrmänner folgendes fest: Bei Bränden ist ein Stundenlohn von 1 Mark pro Mann zu zahlen. Diesen Stundenlohn erhalten die Feuerwehrmänner auch bei Übungen.

Am 8. Mai 1920 trat Hans Uslar als Brandmeister ab und Johann Müller wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt.

Im Jahre 1920 wurde festgelegt, dass in Folge der Geldentwertung durch Inflation der Stundenlohn dem ortsüblichen Stundenlohn angepasst werden sollte. Über einen Antrag zum Beitritt des Feuerwehrverbandes des Kreises Blumenthal beriet die Wehr am 8. Juni 1928. Der Antrag wurde mit 35 gegen 9 Stimmen abgelehnt.

Die Anschaffung von zwei Laternen für die Spritze und eines neuen Horns erfolgte mit dem Geld aus der Feuerwehrkasse.

Am 26. August 1928 wurde das 25-jährige Jubiläum mit einem Ball auf Freytags Gehöft gefeiert. Der Eintritt für Mitglieder mit Damen betrug 1,50 Reichsmark, für alleinstehende Damen 0,50 Reichsmark und für Herren 1,50 Reichsmark. Zur Veranstaltung wurden 509 Eintrittskarten verkauft.

Auf der ersten Versammlung im Jahre 1931 gab der Brandmeister bekannt, dass die Wehr beim Feuerwehrverband der Provinz Hannover angemeldet und bereits aufgenommen worden sei. Es wurde einstimmig gebilligt.

Im Jahre 1934 musste die Wehr laut Gesetz i dass Vereinsregister Blumenthal eingetragen werden. Dafür lagen neue Statuten vom Landratsamt vor. Die Statuten wurden von der Versammlung angenommen und von acht Kameraden unterzeichnet. Im September 1935 gab es für die Wehr eine neue Dienstvorschrift für die Ausbildung des Einheitsfeuerwehrmannes und auch eine neue Grußvorschrift. Die Feuerwehruniformen entsprachen auch nicht mehr den Vorschriften und es mussten deshalb neue angeschafft werden.

1937 wurde Johann Müller vom Kreisbrandmeister abgesetzt, weil er nicht mehr im Ort wohnte. Zum Nachfolger von Johann Müller wurde Johannes Christians gewählt.

Im September 1937 ordnete die Regierung für eine Woche eine Verdunkelung an. Feuerwehrmänner mussten die ordnungsgemäße Durchführung kontrollieren. Häuser und Fahrzeuge waren davon betroffen. In den Kriegsjahren ab 1939 konnte nur eine Notwehr aufrecht erhalten werden. Aus diesem Grund liegen aus dieser Zeit auch keine Aufzeichnungen vor. Da es in den Kriegsjahren immer wieder zu größeren Brandeinsätzen kam, mussten die im Kriegseinsatz befindlichen Feuerwehrmänner durch Frauen ersetzt werde. So unter anderem auch bei einem schweren Brandeinsatz in der Nacht vom 19. auf den 20. Juli 1942 in der Dorfstraße, bei dem G. Fildstedt, G Helmken und H. Schwarting mit eingesetzt wurden. Das wissen wir aus teilweise vorhandenen Unterlagen des damaligen Brandmeisters Johannes Christians. In den Kriegsjahren teilte der Brandmeister Brandwachen wegen der Brandbombengefahr ein.

Am 11. September 1947 war die erste Versammlung nach dem zweiten Weltkrieg. Auf dieser Versammlung gab der Bürgermeister Fritz Tedsen bekannt, dass die Gemeinde ein LF15-Fahrzeug zum Preis von 11500,- Reichsmark erworben habe. Das Fahrzeug mit Tarnanstrich sei hauptsächlich für die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr bestimmt, müsse aber auch für sämtliche Noteinsätze und auch für Fahrten bei dringenden Angelegenheiten der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Der Bürgermeister Fritz Tedsen wurde zum Wehrführer gewählt. Am 21. November 1947 fand der erste Kameradschaftsabend nach dem Kriege statt. Am 25. Januar 1948 wurde ein großer Feuerwehrball im Landhaus gefeiert. Der Eintritt betrug 2,- Reichmark.

Am 1. Februar 1948 wurde Herbert Christans zum Wehrführer gewählt und Johann Bruns zum Schriftführer und Kassenwart. Zur Maschinistenausbildung sollten sechs Kameraden eine Fahrschule besuchen. Im Jahre 1950 wurde die Instandsetzung der Löschwasserteiche (Notkuhlen) von der Gemeinde in Angriff genommen. Es wurden auch Bohrversuche durchgeführt, um dauerhafte Löschwasserstellen zu bekommen. Das Ergebnis war negativ, nur eine Bohrung ergab einen gut arbeiteten Bohrbrunnen.

Am 6. und 7. September 1952 wurde das 50-jährige Jubiläum gefeiert. An diesem Fest beteiligten sich alle Ortsvereine. Das Festprogramm stellte der damalige Lehrer Wagener zusammen. Es war ein voller Erfolg. Im Protokoll vom 20. September 1952 wird erwähnt, dass eine Chronik angefertigt werden soll. Diese Chronik ist bis zum heutigen Tage nicht auffindbar.

Wegen mehrfachen Verfehlungen einiger Feuerwehrkameraden wurde im Jahr 1953 ein Schiedsgericht eingerichtet. Das Schiedsgericht bestand aus den Kameraden Diedrich Meyer, Johann Feldmann und Hermann Buck.

Im Jahre 1953 trat die Wehr dem neu gegründeten Kreisfeuerwehrverband Osterholz bei. Die neu erstellten Dienstausweise wurden mit Lichtbildern versehen. Als die mangelnde Dienstbeteiligung immer wieder Anlass zur Klage gab, wurde folgendes verfügt: „Wer dreimal unentschuldigt fehlt, wird vom aktiven Dienst ausgeschlossen.“

Die Feuerwehrkameraden beteiligten sich aktiv beim Abtragen des alten Mahnmals und dem Wiederaufbau des neuen Denkmals.

Zur Pflege der Kameradschaft wurde in den 50er Jahren alljährlich ein Ausflug durchgeführt und im Frühjahr ein gemütlicher Abend abgehalten.

Im Jahre 1956 waren die Verfehlungen von einigen Kameraden so groß, dass vom Kommando beschlossen wurde, vier aktive Kameraden aus der Wehr auszuschließen. Das Schiedsgericht billigte in drei Fällen diese Entscheidung. Der vierte und zwei weitere Kameraden bekamen einen schweren Verweis.

Vom Gesetzgeber wurde 1958 erlassen, dass jede Feuerwehr ein Kommando haben muss. In diesem Kommando sind die Führungskräfte der Wehr zusammengefasst. Der Schriftführer und Kassenwart Johann Bruns trat von seinem Posten zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Günther Schüür gewählt.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 brach ein schwerer Orkan mit nachfolgender Sturmflut über Norddeutschland herein. Die Wehr kam zu Großeinsätzen bei der größten Flutkatastrophe des Jahrhunderts in Norddeutschland. Die Feuerwehren wurden zusammen mit der Bundeswehr eingesetzt, um Sandsäcke zu füllen und die Bruchstellen am Deich abzudichten. Der Einsatz dauerte 16 Stunden ohne Unterbrechung.

Im gleichen Jahr, am 3. Juli 1962, wurde vom damaligen Brandmeister Herbert Christians die Jugendfeuerwehr Neuenkirchen gegen den Willen der Kreisfeuerwehrführung gegründet. Es war die erste Jugendfeuerwehr im Landkreis Osterholz.

Im Jahre 1966 trat Herbert Christians sehr überraschend als Brandmeister zurück. Hermann Mahlstedt wurde zum Nachfolger und Arthur Feldmann zu seinem Stellvertreter gewählt.

Am 21. März 1966 ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Auf dem Grundstück Ecke Lohweg/Landwehr wurde der Grundstein für ein neues Feuerwehrhaus gelegt. Es setzte dem Provisorium der vergangenen Jahre ein Ende. Denn in den vergangenen Jahren mussten die Gerätschaften und die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr in verschiedenen Gebäuden untergebracht werden, so unter anderem im Spritzenhaus auf dem Marktplatz, im alten Postgebäude und bei Freytag-Morisse in der Scheune.

Am 8. Mai 1968 war wieder ein bedeutender Tag für die Wehr. Die Feuerwehr erhielt ein neues Fahrzeug. Bürgermeister Johann Holler übernahm das neue LF 8-Fahrzeug an der Landesgrenze von Walter Kruse und übergab es vor dem Feuerwehrhaus unter Beteiligung der gesamten Wehr und vieler Ehrengäste an den Brandmeister. Dieses Fahrzeug löste das 30 Jahre alte LF 15-Fahrzeug ab.

Am 9. März 1969 führten auf einem gemütlichen Abend aktive Feuerwehrkameraden Sketsche auf. Dies war der Anfang einer plattdeutschen Theatergruppe, die 1973 gegründet wurde, woran Franz Spannuth maßgeblich beteiligt war. Die eingeübten plattdeutschen Theaterstücke wurden immer zum gemütlichen Abend der Feuerwehr aufgeführt. Der gemütliche Abend mit Theateraufführung war damals ein kultureller Höhepunkt in der Ortschaft Neuenkirchen.

Durch die Gebietsreform am 1. März 1974 verlor die Samtgemeinde Neuenkirchen ihre Selbstständigkeit und gehört seitdem zur Großgemeinde Schwanewede. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden zu Ortsfeuerwehren umbenannt. Herbert Christians wurde Brandmeister der Großgemeinde.

Im August 1975 wurde die Wehr bei der Waldbrandkatastrophe in Oldendorf-Eschede eingesetzt. Am 2., 3. und 4. September 1977 feierte die Freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Kommersabend, einem Umzug durch den Ort, Pokalwettkämpfen, einem Festball mit Tombola und einem Frühschoppen.

Am 13. Januar 1978 fand ein Generationswechsel in der Führung der Wehr statt. Zum Ortsbrandmeister wurde Alfred Meyer, zum stellvertretenden Ortsbrandmeister Fred Rohdenburg und zum Schriftführer und Kassenwart wurde Erich Buck gewählt. Der aus dem Amt scheidende Ortsbrandmeister Hermann Mahlstedt wurde zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Durch den Umbau des Neuenkirchener Landhauses fehlte eine Bühne für die Theatergruppe. Mit der finanziellen Unterstützung des Ortsrates wurde eine transportable Bühne angeschafft.

Im Jahre 1980 schied Herbert Christians als Gemeindebrandmeister aus, Johannes Burdorf übernahm das Amt. Herbert Christians wurde Ehrenmitglied der Neuenkirchener Wehr und Ehrenbrandmeister der Gemeinde Schwanewede. Für die aktiven Feuerwehrmänner wurde eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer im Neuenkirchener Freibad durchgeführt. Der Ausbilder war Bademeister Hermann Schöpper.

Im Jahre 1981 kauften zwei aktive Feuerwehrleute auf eigene Rechnung ein gebrauchtes TLF 16-Fahrzeug von der Freiwilligen Feuerwehr Farge. Die Folgekosten übernahm die Gemeinde Schwanewede.

Zu einer außergewöhnlichen Hilfeleistung wurde die Wehr im Jahre 1984 gerufen. Es musste ein Seehund von der Weserinsel Harriersand geborgen werden. Dieser wurde nach Bremerhaven zum „Zoo am Meer“ transportiert. Im Jahre 1987 feierte die Jugendfeuerwehr das 25-jährige Bestehen. An der Ausrichtung des 400-jährigen Neuenkirchener Marktes im Jahre 1988 beteiligte sich die Wehr sehr aktiv.

Im Jahre 1989 bekam die Wehr ein neues TLF 8-Fahrzeug. In diesem Jahr trat Ortsbrandmeister Alfred Meyer von seinem Posten zurück. Sein Stellvertreter Fred Rohdenburg übernahm kommissarisch die Führung der Wehr. Er wurde am 20. November 1989 zum Ortsbrandmeister und Klaus Stegie zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. Die Jugendfeuerwehr bekam das ausgemusterte LF 8-Fahrzeug von der Nachbarwehr Rade.

Im Jahre 1992 feierte die Wehr im kleinen Rahmen, verbunden mit einer Dorfrallye das 90-jährige Bestehen. Die Kameraden der Altersabteilung Arthur Feldmann, Franz Spannuth, Günther Schüür und Friedrich Flierbaum wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. In den folgenden Jahren fand zum ersten Male mangels Beteiligung kein gemütlicher Abend statt. Somit entfiel auch die Theateraufführung. Zum Bedauern vieler brach die Theatergruppe danach auseinander.

Im Jahre 1994 wurde Bürgermeister Johann Holler für eine 30-jährige Mitgliedschaft als förderndes Mitglied geehrt. Johann Holler war zu dem Zeitpunkt 30 Jahre Ortsbürgermeister in Neuenkirchen und 20 Jahre Bürgermeister der Großgemeinde. Der TSV Neuenkirchen und die Freiwillige Feuerwehr Aschwarden feierten das 100-jährige Bestehen mit Beteiligung der Neuenkirchener Wehr. Für die Jugendfeuerwehr wurde eine Fertiggarage am Feuerwehrhaus aufgestellt. Am 11. August war die feierliche Übergabe eines neuen LF 8-Fahrzeuges für unsere Wehr. Dieses neue Fahrzeug löste das 27 Jahre alte LF 8-Fahrzueg ab, das noch einmal Verwendung bei der Freiwilligen Feuerwehr Emstal im Bundesland Brandenburg fand. Im Feuerwehrhaus führte unser förderndes Mitglied E. Gaude ein Kursus Herz-Lungen-Wiederbelebung durch.

Im Jahre 1996 fand ein Tag der offenen Tür statt, der von der Neuenkirchener Bevölkerung sehr gut besucht wurde. Die Jugendfeuerwehr verzeichnete einen großen Zulauf. Leider konnten nicht sofort alle Jugendlichen aufgenommen werden. Einige mussten sich zunächst mit einem Platz auf der Warteliste zufrieden geben.

Für das im Jahr 2002 stattfindende 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen wird ein Festausschuss gebildet, er besteht aus den Kameraden Klaus Stegie, Joachim Müller, Siegfried Christians, Erich Buck und Johann Holler. Unser stellvertretender Ortsbrandmeister, langjähriger Gerätewart und Maschinist Klaus Stegie hat die Altersgrenze eines aktiven Feuerwehrmannes erreicht und tritt vom aktiven Dienst zurück; er wird in die Altersabteilung übernommen. Sein Nachfolger wurde Hans-Hermann Schüür. Auch der Gemeindejugendfeuerwehrwart Joachim Müller stellte sein Amt nach mehr als 20 Jahren erfolgreicher Jugendarbeit zur Verfügung. Durch sein Engagement und seinen Einsatz sind viele Jugendfeuerwehrmänner zu verantwortungsvollen und guten Feuerwehrkameraden ausgebildet worden. Zum Nachfolger wurde Andreas Jannusch von der Neuenkirchener Wehr gewählt.

Bis zum heutigen Tag (Anm.: 2002) liegt die Führung der Wehr in den bewährten Händen von Ortsbrandmeister Fred Rohdenburg. Schriftführer und Kassenwart ist nach wie vor Erich Buck.

Diese kleine Zusammenfassung beleuchtet stichpunktartig 100 Jahre Feuerlöschwesen und Vereinsgeschichte der Wehr Neuenkirchen. Die Aufgaben und die Technik der Freiwilligen Feuerwehren haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert, aber der Auftrag, anderen in Not und Gefahr zu helfen, ist geblieben. Es haben sich immer wieder Männer bereit erklärt, sich einzusetzen, um Leben, Hab und Gut der Mitmenschen zu schützen und zu retten. In der heutigen Zeit ist das nicht immer selbstverständlich.

Neuenkirchen, im Jahre 2002

   
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