Im Normalfall werden bei Unfällen oder Bränden nur wenige Feuerwehren gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert. In Ausnahmesituationen kann aber die Schadenslage so groß sein, dass einige Hundert Kräfte verschiedenster Organisationen Hand in Hand zusammenarbeiten müssen. Gelegenheit dies zu üben gab die Katastrophenschutzübung am 25.- 27. April.

Rauch steigt auf, Flammen knistern im Gehölz. Der 1. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Osterholz, zu dem Fahrzeuge aus Leuchtenburg und Schwanewede gehören, sind mit dem Bekämpfen eines 3000 qm großen Waldbrandes beauftragt worden - das Feuer breitet sich schnell aus. Die Fahrzeuge werden in Stellung gebracht, Schläuche verlegt. Dann kurze Unsicherheit: die geplante Wasserentnahmestelle ist nicht erreichbar. Schnell ist klar: Ein Pendelverkehr muss eingerichtet werden, um Wasser von der anderen Seite des Kasernengeländes bis zur Brandstelle zu transportieren. Während die meisten Schwaneweder um 7 Uhr am Samstagmorgen noch im Bett liegen, sind die Brandschützer aus ihren Reihen schon schwer am Arbeiten. Zum Glück bringen sie den fiktiven Brand bald unter Kontrolle.

Wenige Hundert Meter entfernt ein anderes Szenario:  Bei einem Unfall auf einer Autobahn sind mehrere PKWs und zwei LKWs zusammengestoßen. Der 3. Zug, darunter Kameraden aus Neuenkirchen, wurde benötigt, um die Verletzten zu befreien sowie Brände zu löschen. Kaum ist die Arbeit getan gibt es ein neues Einsatzstichwort: mit Unterstützung des THW muss eine verletzte Person von einem Dach gerettet und anschließend betreut werden.

Gleich an drei Tagen warteten eine Vielzahl an Einsatzszenarien auf die rund 250 Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft, des Deutschen Roten Kreuzes, der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Technischen Hilfswerkes, der Rettungshundestaffel sowie des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr. Während sich ein Teil des vom THW ausgearbeiteten Szenarios als Schiffsunfall nahe der Insel Harriersand entpuppte, wurde als Schwerpunkt der Übung das Gelände der Lucius-D.-Clay-Kaserne in Garlstedt genutzt. Den ganzen Samstag über zeigten die Hilfskräfte hier ihr können.

So ging es auch für die Schwaneweder Kräfte weiter. Beide Züge waren zum Beispiel zu Hausbränden gerufen worden. Während der 1. Zug mit der Brandbekämpfung  beauftragt wurde und dabei  Personen, die noch in dem Gebäude  vermutet wurden, suchte, stellte das Neuenkirchener Fahrzeug die Wasserversorgung aus einer offenen Wasserentnahmestelle sicher. Auch hier konnte bald Entwarnung gegeben werden.

Am Nachmittag kam dann das Signal zum Übungsende. Nach einer kurzen Abschlussbesprechung konnten die  Feuerwehrleute ins Wochenende starten.

   
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