Das Feuerwehrwesen im Kreis Osterholz verlor am Donnerstag, den 30. Januar 2014, einen überaus geschätzten und beliebten Kameraden. Gottfried verstarb nach kurzer schwerer Krankheit nach nur 62 Lebensjahren ruhig im Kreise seiner Familie auf seinem Hof in Aschwarden.

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Er war 45 Jahre lang eng mit dem Feuerwehrwesen in der Ortschaft Aschwarden und der Gemeinde Schwanewede verbunden. Seine gut gepflegten Kontakte gingen jedoch noch weit darüber hinaus in die Nachbarlandkreise bis in die Region Hannover. Als Mitglied im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Osterholz vertrat er die Gemeinde Schwanewede lange Jahre.

Bereits nach wenigen Jahren im aktiven Feuerwehrdienst wurde er zum Ortsbrandmeister von Aschwarden ernannt und prägte dabei die Wehr nachhaltig. Seine offene und positive Art führte zu einem hoch anerkannten Führungsstil bei dem der Mensch für Gottfried immer im Mittelpunkt des Geschehens stand. Dadurch gelang ihm z.B. die Aufstellung der ersten reinen Frauengruppe im Löschwesen nach dem 2. Weltkrieg. Die Weiterentwicklung der Jugendfeuerwehr sowie die Arbeit mit den Jugendlichen waren ihm immer sehr wichtig. Er setzte sich immer mit äußerster Kraft für das Gemeinwohl und die Gemeinschaft ein. Über die Jahre hinweg sorgte er so für Kontinuität in der Feuerwehr und stand auch Neuerungen offen gegenüber. Dabei verlor er nie seine Ziele aus dem Blick.

Aufgrund seiner Tätigkeiten als Ortsvorsteher, und vor allem in seinen acht Jahren als Gemeindebrandmeister, konnte Gottfried sein Fachwissen auch erfolgreich in die Politik transportieren und war ein gefragter und geschätzter Gesprächspartner für Rat, Fraktionen und viele weitere Informationssuchende. Dabei war ihm stets das Wohl um die Sache am Wichtigsten.

Zuletzt gab er das Amt des Ortsbrandmeisters an seinen Sohn Stefan ab. Einen großen Herzenswunsch erfüllte er sich selbst, als er noch als Gemeindebrandmeister im Juli 2012 den Kreiswettbewerb  auf seinem Hof und Land in Aschwarden organisierte und durchführte.

Die Gemeinde verlor mit Gottfrieds Tod einen geschätzten Menschen. Er reißt eine große Lücke in Familie, Freunde und Kameraden. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Tagen seiner Familie. Wir, die Feuerwehren, werden stets ein ehrendes Andenken an diese großartige Persönlichkeit bewahren.

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