DachstuhlbrandDas Löschen von Feuer ist die traditionelle Hauptaufgabe der Feuerwehr. In den letzten Jahrzehnten ist die Aufgabenvielfalt jedoch deutlich größer geworden - nur ein Teil unserer Einsätze hat etwas mit Bränden zu tun. Nichtsdestotrotz stellt jeder Brandeinsatz einen hohen Anspruch an Ausbildung, körperliche Fitness und Psyche der Feuerwehrleute. Schließlich geht es hier um eine so genannte unmittelbare Ursachenbekämpfung zum Erhalt von Sachwerten und häufig auch um die Rettung von Menschenleben.

Gut vorbereitet

Dabei ist Feuer nicht gleich Feuer. Ein Gebüschbrand stellt sicher andere Anforderungen als ein Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Den Feuerwehren in Schwanewede steht daher eine große Auswahl an Fahrzeugen zur Verfügung, um immer richtig gerüstet zu sein. Moderne Technik auf den Fahrzeugen erleichtert die Arbeit der Feuerwehr bei der Brandbekämpfung. Damit im Ernstfall alles klappt, werden in Übungen entsprechende Kenntnisse über giftige Rauchgasbildung, Personensuche in verrauchten Räumen, Minimierung des Löschwasserverbrauchs, Vermeidung von Rauch- und Einsatzschäden oder gefährliche Flammendurchzündungen vermittelt.

Vorgehensweise der Feuerwehr

WasserversorgungZur effektiven Brandbekämpfung wird das Brandgut entweder soweit gekühlt, dass es unter die jeweilige Zündtemperatur kommt, oder das Feuer wird erstickt, indem der für die Verbrennung erforderliche Sauerstoff entzogen wird. Das mit Abstand am häufigsten eingesetzte, einfachste und vor allem kostengünstigste Löschmittel ist jedoch nach wie vor das Wasser. Während früher Eimerketten gebildet wurden, um Wasser zum Brandherd zu bekommen, werden heutzutage motorgetriebene Feuerlöschkreiselpumpen oder autarke Tragkraftspritze verwendet.
Während eines Brandeinsatzes müssen viele Aufgaben erledigt werden. Die Wasserversorgung muss aufgebaut und die Einsatzstelle abgesichert werden. Schläuche müssen verlegt und Zusatzausrüstung bereitgestellt werden. Wird es dunkel, ist eine Ausleuchtung unverzichtbar.
Sind alle Vorbereitungen getroffen, unterscheidet die Feuerwehr zwei wesentliche Vorgehensweisen. Beim Außenangriff wird, wie der Name verrät, von außen gelöscht. Wenn der Brand schon zu weit ausgedehnt ist oder Gebäudeteile einzustürzen drohen, geht die Sicherheit der Feuerwehrleute vor. Dann wird durch Fenster, Türen, etc. der Löschangriff vorgenommen. Der Vorteil liegt in der Sicherheit, außerdem wird zumindest in den ersten Einsatzminuten weniger Personal benötigt als bei dem sogenannten Innenangriff, bei dem direkt ins Gebäude vorgegangen wird. Diese Methode ist weit effektiver und gerade bei Menschenrettung häufig unverzichtbar. Unter Atemschutz gehen die Brandschützer hierbei direkt zum Brandherd vor und können so das Wasser am Besten einsetzen, ohne unnötige Schäden durch Löschwasser anzurichten. Ein zentraler Bestandteil dieser Vorgehensweise ist die Entlüftung, bei der mit Hochdrucklüftern Rauch und Brandgase aus dem Gebäude geblasen werden, sodass diese sich nicht ausbreiten können und sich die Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte verbessern.

   
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